DVG Bundessiegerprüfung 2007
So. Zino und ich sind wieder zurück von der BSP.
Erstmal die Fakten:
Ergebnis: 32-92-93
Leider haben wir das Prüfungsziel nicht erreicht.
Zur Fährte:
Wir waren Samstag in der ersten Fünfer-Gruppe dran. In dieser Gruppe ist nur ein Hund durch die Fährte gekommen. Alle anderen hatten früher oder später Abbruch. Zino und ich sind genau bis zum vorletzten Winkel gekommen. Das Gelände war, wie angekündigt, Lehmboden, umgegrubbert, mit Stoppeln und Stroh. Wir hatten eine Fährte mitten auf dem Feld und mussten dafür noch ein ganzes Stück durch ein Rapsfeld wandern. Die Fährte verlief schräg/schief zur Furche. Ansatz war gut. Der erste Schenkel war, soweit ich überhaupt etwas erkennen konnte, ebenfalls gut. Der erste Gegenstand war leicht schräg. Am ersten Winkel fingen die Probleme an. Leider habe ich den Hund auch etwas behindert, weil ich der Ansicht war, wir wären überhaupt nicht mehr auf der Fährte *grinz* nebenbei hatte er die Leine zweimal um die Hinterpfote gewickelt (Jetzt weiß ich, man darf die Hand heben und den Hund wieder auswickeln *g*). Zino hat sich aber gut gegen mich durchgesetzt und ist nach etwas Wuseln in den zweiten Schenkel gegangen, ob der korrekt war, kann ich nicht sagen, denn da habe ich gar nichts gesehen *lach*. Der zweite Winkel auch wieder mit etwas Wuseln. Zweiter Gegenstand überlaufen. Tscha…dritter Winkel…da kam dann irgendwann mal…”Sportfreundin…sie sind drüber” Wir waren bestimmt schon 20m drüber, würde ich sagen. Leider hat der Hund da auch rein gar nichts angezeigt.
Zusammenfassend würde ich sagen, das Gelände war schlichtweg zu anspruchsvoll für den Hund. Er hat gefightet, das habe ich gesehen, zumal er auch nicht der Typ Hund ist, der eine Fährte aufgibt, auch, wenn manchmal die Korrektheit auf der Strecke bleibt. Ob die Fährten gut getreten waren, kann ich nicht sagen, denn ich habe keinen einzigen Winkel zu Gesicht bekommen *grinz* Die Tapsen, die ich vielleicht alle 10m entdeckt habe, waren aber recht ordentlich. Ich denke, es war sicher auch schwer, in den am Morgen noch recht feuchten, aber sehr verdichteten Boden eine Verletzung hinein zu bekommen. Ob es aber daran lag, kann ich auch nicht sagen, zumal meine Trainingsfährten im Allgemeinen auch kaum Bodenverletzung aufweisen.
Mit B und C waren wir dann am Sonntag als Drittletzte dran.
Zur Unterordnung:
Da kann ich nur sagen: Asche auf mein Haupt, denn die habe ich verbockt *grinz*. Sicher spielte da der Umstand eine Rolle, dass der Hund den ganzen Sommer gesundheitliche Probleme und daraus resultierend sehr wenig Training hatte, sowie sich am Freitag noch eine Verletzung am Ellenbogen zuzog und um das Maß vollzumachen, sich auch noch auf dem Weg zum Training am Freitag vom Auto zum Stadion die Hinterpfote aufschnitt, die Samstag noch einen klärenden Tierarztbesuch nötig machte, so dass ich erst Sonntag mittag auf Grund der Verfassung und des Laufbildes des Hundes entschieden habe, ob ich ihn vorführe. Zino ist, dem Trainingsstand entsprechend wirklich sehr gut mitgelaufen. Dafür habe ich fast die Gangartwechsel in der Freifolge vergessen *lach* weil ich mit den Gedanken schon bei der Gruppe war. Das Apportierholz auf ebener Erde ging sonstwohin, so, dass ich es noch einmal warf. Über die Hürde das gleiche Spiel. Das Holz lag sehr schräg. Da kam dann die Bemerkung vom Leistungsrichter – die übrigens beide sehr nett und verständnisvoll waren, meine Nervenverfassung betreffend – ob ich nicht noch einmal werfen wollte. Leider habe ich da zu lange überlegt, so dass der Hund vorzeitig los wollte, sich aber selbst wieder zurückgenommen hat, aber wohl damit rechnete, dass eine Korrektur von mir kommt und so auf das erste Hopp, mit einem formidablen Platz reagierte *grinz* Das zweite Kommando nahm er dann Gott sei Dank an. Ansonsten gab es noch ein paar Kleinigkeiten, aber wie gesagt, der Hund war besser als ich *g*.
Zum Schutzdienst:
Leider konnten wir beim Training am Freitag nur einmal revieren und anbeißen, da uns dann auffiel, dass der Hund lahm geht, so dass ich das Problem mit dem vierten Versteck nicht hundertprozentig klären konnte. Ausserdem stand ich zu weit vorn, so dass der Hund vom dritten gleich ins sechste Versteck ging, ich es zwar schon in dem Moment wusste, als der Hund aus dem dritten Versteck kam, aber darauf verzichtet habe, ihn da noch einmal durcheinanderzubringen, da die Punkte letztendlich eh weg waren und es schließlich um nichts mehr ging. Das Verbellen war Trainingsstand entsprechend. Leider macht er sich da gern zu. Die Grundstellung nach dem Rausrufen war zum zweiten Mal bei einem Prüfungsschutzdienst nicht korrekt. Daran müssen wir arbeiten. Die Ablage zur Kurzflucht habe ich ideal hinbekommen, so dass der Hund den Helfer sehr gut erwischte. Ansonsten wurden mir beim Rückentransport Punkte gezogen, weil ich am Anfang den Abstand nicht einhielt und der Hund hat noch etwas verloren, weil er wohl leicht vorgeprellt ist. Der Rest war i. O. Zu Abzügen im Griffverhalten kann ich nichts sagen, weil ich da nichts gesehen habe, aber ich stand ja meist auch weiter weg, als die LR. Bei einer Treibphase wurde dem Hund unterstellt, er hätte sich durch die Stockhand/den Stockschlag beeindrucken lassen. Dazu kann ich nur sagen, dass der Hund bei allen Treibphasen schlichtweg wilde Sau gespielt hat, da beide Helfer ihm von der Körpergröße her, sehr gut lagen und er einfach gut drauf war *gg*. Woher dieses Verhalten in den Treibphasen kommt, weiß ich und weiß deshalb auch, dass es keine Schwäche vom Hund ist. Der lange Gang war i. O. Dazu noch einmal mein herzlicher Dank sowohl an die Verantwortlichen, die entschieden, diese Phase nur über die halbe Sportplatzlänge auszutragen (Was vielleicht für die Zuschauer weniger spektakulär, aber für die Sicherheit der Hunde sehr förderlich war) und an den Helfer im zweiten Teil, der das ganze Wochenende bemüht war, jeden Hund dort so anzunehmen, dass nichts passiert. Ich denke, jeder, der einen schnellen Hund am Strick hat, geht mit einem mulmigen Gefühl zum Schutzdienst auf einem Sportplatz. Das hatte ich bei dieser Veranstaltung zum ersten Mal nicht. Natürlich auch der Dank an den Helfer im ersten Teil, vor dem sicher jeder Hundeführer, der noch nicht auf zig Meisterschaften geführt hat, Respekt hatte und der nicht wenige Hunde überrascht und beeindruckt hat, was aber bei so einer Veranstaltung dazu gehören sollte.
Zur Organisation der Veranstaltung kann ich nur sagen, die Sportanlage selbst war top. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Technik zuverlässiger gewesen wäre, da ich schon gern von jedem Hund die Auswertung gehört hätte. Auch eine gut sichtbare und aktuelle Punktetafel wäre wünschenswert gewesen, sowie eine bessere Pflege der sanitären Einrichtungen. Dass es am Sonntag nur noch ein klitschnasses, keimiges Handtuch zum Abtrocknen gab, fand ich dann schon etwas gewöhnungsbedürftig. Der Festabend war schlichtweg enttäuschend. Das Büffet war für 12.50 sicher dem Preis entsprechend und anständig. Allerdings hätte ich mir für 5 Euro zusätzlichen Eintritt wenigstens noch etwas Programm gewünscht. Musikbeschallung durch einen DJ bekomme ich in jeder Dorfdisko billiger. Vielleicht bin ich aber auch von den diversen SGSV Veranstaltungen, die ich im Laufe der Jahre besucht habe, verwöhnt. Jedenfalls hätte ich mir da für eine Veranstaltung mit dem Namen Bundessiegerprüfung doch etwas mehr gewünscht.
Zur Richtweise kann ich nicht viel sagen, da ich nicht JEDEN Hund gesehen habe. Unterschiede zwischen dem Samstagmorgen und dem Rest der beiden Tage sind allerdings sogar mir aufgefallen. Gut fand ich, dass der Leistungsrichter in Abteilung B teilweise sehr direkt mitgeteilt hat, ob ihm ein Hund gefallen hat oder nicht. Freudig arbeitende Hunde mit stimmigem Gesamtbild wurden definitiv bevorzugt.
Allen Qualifizierten zur DM wünsche ich maximale Erfolge.
Bedanken möchte ich mich bei meinen Vereinskollegen, die, trotz der Probleme im Vorfeld keine Mühen gescheut haben, mich dabei zu unterstützen, den Hund einigermaßen fit für die Veranstaltung zu machen und natürlich auch bei meinen Teamkollegen beim Landesverband.
Der größte Dank gilt aber dem Hauptakteur, nämlich meinem Hund, der zum ersten Mal in seinem Leben im Stadion gelaufen ist und dem ich es – ehrlich gesagt – noch vor zwei Jahren nicht zugetraut hätte, dass er überhaupt einmal auf Landes- bzw. überregionaler Ebene geführt werden kann, da er doch manchmal etwas speziell mit seinem Temperament ist *grinz*
Die Videos wird es in absehbarer Zeit wieder bei working dog zu sehen geben.
bedeutet das nun, du hattest keine chance, hast sie aber genutzt (hundi hat ja gekämpft). oder beudeutet das, du hast es einfach verpatzt, icefee? *malprovokantfrag*
Durchgefallen in einer Disziplin heisst durchgefallen in einer Disziplin und wenn der Hund in der Fährte nicht zum Ende kommt, dann kommt er halt nicht zum Ende. Beeinflussen kann man da nichts.
Da das Bestehen in allen drei Disziplinen nötig ist, war die Meisterschaft am Samstag eh schon gelaufen, sprich, die Punkte in den anderen Disziplinen wie bereits erwähnt: Boogie.