Fototagebuch Ägypten – Tag 1

Die Eckdaten:

1 Woche Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan, 1 Woche Badeurlaub in Hurghada

Reisedatum: 1.2.-15.2.2010

Schiff: Nile Shams

Hotel: Grand Seas Hostmark

Flug: Air Berlin, Leipzig-Nürnberg-Hurghada

Geschossene Fotos: ca. 1500

Über den Sinn oder Unsinn eines Fluges von Leipzig nach Nürnberg möchte ich lieber nichts sagen. Es war mein erster nach der deutschen Einheit. Wir hatten eine Boeing 737. Ich fand sie winzig. Sowohl von innen als auch von außen. Da wir bei sibirischer Kälte losflogen, war Enteisung Pflicht. Dies und die Turbulenzen inkl. wackelnder Flügel (ich saß genau auf Höhe eben dieser) vertieften mein Vertrauen in das Maschinchen nicht gerade. Fazit für mich auf dem Flughafen Nürnberg: Wenn das jetzt die nächsten 4.5 Stunden genauso ist, geh ich ein.

Vorsichtshalber habe ich gleich doch mal eine dieser Reisetabletten eingeworfen, doch die Sorge war unbegründet. Der A-300 machte doch gleich einen wesentlich vertrauenswürdigeren Eindruck. Die phantastische Aussicht in den weitestgehend wolkenlosen Sonnentag taten ihr übriges. Ich bin mir sicher, SO majestätisch schön sehe ich die Alpen nie wieder.

Auf dem Flughafen erhielten wir erst einmal eine Lektion in ägyptischer Organisation. Ca. anderthalb Stunden benötigten wir zum Auschecken. Die drei geöffneten Schalter, die fehlende Bereitschaft auch nur einen weiteren zu öffnen, sich stetig vordrängelnde Einheimische und Pulk- statt Schlangenform der Anstehenden ließen doch so manchem deutschen Neuankömmling die Haare zu Berge stehen. Ich persönlich fand es ziemlich witzig, hielt ich es doch für einen Vorgeschmack auf die nächsten 14 Tage. Wozu also gleich am ersten Tag aufregen, und noch dazu im Urlaub.

Die schon in der wirklich schnieken Lounge unseres Reiseveranstalters auf dem Leipziger Flughafen angekündigten 5.5 h Busfahrt von Hurghada nach Luxor (Ich hatte mir schon eine Woche vorher den Kopf darüber zerbrochen, wie wir innerhalb eines Tages auf unser Schiff kommen sollen, wenn zwischen Flughafen und Schiff ein ziemlich großes Stück Wüste liegt. Anständige Straßen zu bauen, traute ich den Ägyptern schonmal gar nicht zu, vor allem eben nicht mitten durch den Sand) zogen sich zwar zum Schluß ganz schön, immerhin waren wir ja schon ein paar Stunden auf den Beinen, aber die Fahrt auf sehr gut ausgebauten Straßen gab doch einen interessanten ersten Eindruck von Land, Leuten und Gepflogenheiten. Ob Wüste, die aus Bergen besteht, regelmäßige Checkpoints mit Schießtürmen und Kalaschnikovs, stetige Kommunikation zwischen den Verkehrsteilnehmern und das Mißachten, der meisten mir bekannten Verkehrsregeln, ja, es gab immer etwas zu sehen oder zumindest zu befürchten.

Eindrücke von der Fahrt:

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